Donnerstag, 15. Mai 2014

Viva Las Vegas :)

Ihr lieben Leute,
letzte Woche war ich mit meiner Gastfamilie in Las Vegas unterwegs. Nachdem der erste Urlaub mit ihnen nach Ende der Reise in einem mittelgroßen Drama endete, war ich ganz ehrlich gesagt nicht besonders hoffnungsvoll für die kurze Vacation.
Mittwoch startete die Reise und nach ca 5 stündiger Autofahrt erreichten wir unser wunderschönes Hotel Mandalay Bay. Es ging direkt an den Pool, wobei ich den bei "nur" 25 Grad als relativ kalt empfand. Nach ein bisschen schwimmen mit den Kids konnten wir endlich in die Zimmer. Wir hatten eine Suite im 25.Stock mit Panorama-Fenstern und einer unglaublichen Aussicht auf den Strip. Meine Gasteltern sind dann nach ein paar Minuten los zum "Gambling" und für mich und die Kids gabs Roomservice, was richtig cool war!
Am nächsten Tag sind wir zu einer Spiel-Arcade für Kinder im Excalibur gefahren, es hat richtig viel Spaß gemacht und ich dachte mir die ganze Zeit nur:"warum um alles in der Welt bist du nicht 21?".
Der nächste Programmpunkt war das Aquarium in unserem Hotel wo es unter anderem Piranhas und Haie zu sehen gab. Es war richtig cool! Den Rest des Nachmittags hatte ich frei und bin ein bisschen am Strip spaziert. Abends sind die Eltern wieder zum "Gambling" und die Kids und ich haben den neuen Lego-Film geschaut. "Everything is awesome, everything is cool when you're part of the team"...ich hab jetzt noch einen Ohrwurm davon! :)
Freitags hatte ich dann morgens 3 Stunden frei und Nachmittags sind Brent und ich mit Kiki und Trevor zum Pool. Es hat richtig Spaß gemacht! Abends waren meine Gasteltern dann essen und ausnahmsweise mal früh wieder zurück im Zimmer.
Mein absolutes Highlight der Reise war aber das Frühstück am Samstag morgen. Da der Vegas Trip dazu diente Brent's Schwesters' Geburtstag zu feiern sind wir mit der kompletten Truppe, die noch aus Brent's Eltern, Brent's beiden Schwestern und dem Freund der einen Schwester bestand, zum Frühstück ins 4 Seasons Hotel. Ungelogen das beste Frühstück meines Lebens!

Der Trip war richtig "awesome". :D
Meine Zeit hier in den USA neigt sich jetzt langsam aber sicher dem Ende zu. Die gemischten Gefühle sind schon mächtig bei der Sache.
Zum einen freue ich mich riesig auf den Reisemonat mit Dennis und wieder mein eigenes Leben in Deutschland zu haben, zum anderen fange ich gerade an um das Wetter, die Palmen, den Strand aber vor allem meine Kids zu trauern. Ich hab die 4 Energiebündel einfach unendlich lieb!

Viele Grüße aus Kalifornien, bei heute Stolzen 38°C ;)








Dienstag, 6. Mai 2014

Gute Zeiten :)

Heute nach der Arbeit war ich richtig müde. Trevor hat mit meinem Hostdad auf der Couch gesessen. Bevor ich gegangen bin hab ich den kleinen gefragt ob ich noch einen Kuss und eine Umarmung bekomme. Er kam freudestrahlend auf mich zugerannt und ist mir um den Hals gefallen.
 
In diesen momenten ist Au-pair einfach der tollste Job auf der Welt! :)

Sonntag, 4. Mai 2014

Impressionen :)

Die süßesten Hostkids auf der Welt ❤️❤️❤️❤️








68 Tage

Ab heute beträgt meine verbleibende Zeit als Au-pair genau 68 Tage.  In neun Wochen und 5 Tagen startet mein Reisemonat und meine Zeit in der Gastfamilie geht zu Ende. 
Am 11.Juli ist das Abenteuer Au-pair für mich vorbei und das echte Leben beginnt. Ein Leben, das mit Sicherheit in vielerlei Hinsicht komplizierter sein wird als mein Leben hier im wunderschönen Orange County, welches aus arbeiten, reisen, bummeln und Sonne tanken besteht, aber gleichzeitig auch ein viel unabhängigeres, entspannteres Leben.

Vieles in den letzten 10 Monaten ist nicht so gelaufen wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe hier in Kalifornien viele Hürden nehmen müssen und noch immer ist mein Alltag hier ein einziges Auf und Ab. Die Gastfamilie ist ganz klar zu sagen keine Gastfamilie im Sinne einer Familie für mich geworden. Die Idee des Au-pair Programmes ist, dass wir jungen Menschen in einer Familie leben und arbeiten und als Teil der Familie betrachtet werden. Ich bin seit 9 Monaten mit dieser Familie zusammen und bin nach wie vor nur ein Arbeiter. Ich bin Putzfrau und Kindermädchen aber mit Sicherheit kein anerkanntes Familienmitglied.  
Als es vor ein paar Monaten die ersten paar Probleme mit meinen Gasteltern gab, habe ich meine Situation wenn ich sie jemandem geschildert habe, oft mit der eines Mexikaners in Amerika verglichen. So weit ich das beobachten konnte werden Mexikaner hier nämlich sehr abschätzig betrachtet und behandelt. Mit der Art wie hier manchmal mit mir umgegangen wird habe ich oft gekämpft und ich habe nicht nur einmal überlegt ins Rematch zu gehen. Es gab total ätzende Phasen aber danach ging es jedes mal wieder bergauf. Meine Gasteltern waren wieder nett zu mir, das Wetter war schön, der Strand war nah. Ich liebe meine 4 Gastkinder hier fast so sehr als wären sie meine Geschwister. Meine Freundinnen waren immer für mich da und es gab so viel zu entdecken. Aber nach diesen "Up's" kamen dann auch schnell wieder "Down's" die mich zweifeln haben lassen ob ich das hier alles so überstehe. 

Im Endeffekt denke ich, hat sich das Zähne zusammenbeißen gelohnt. Die Gefühlsachterbahn meines Lebens hat, obwohl es hier manchmal steil bergab ging, nur positive Nebenwirkungen mit sich gezogen. Ich habe hier so viel gelernt. Ich habe mein Englisch verbessert, habe tolle Freundinnen gefunden und wunderschöne Orte sehen dürfen. Ich bin gereift und gewachsen, vielleicht sogar erwachsen geworden. Das allerwichtigste was ich aus diesem Jahr allerdings mitnehme ist Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und vor allem Selbstbewusstsein. Ich bin zu einem stärkeren Menschen herangereift der jetzt bereit ist seine Zukunft zu starten.